
King King live zum ersten Mal im Ruhrgebiet zu erleben, noch dazu im Musiktheater Piano Dortmund, war für mich ein echtes Highlight. Die schottische Bluesrock‑Band, die selbstbewusst als eine der besten Bluesbands Europas auftritt, hat in Dortmund eindrucksvoll gezeigt, dass dieser Anspruch nicht aus der Luft gegriffen ist. Was folgte, war ein Abend voller Energie, Spielfreude und musikalischer Klasse – mitten im Westen der Stadt, in einem der bekanntesten Live-Clubs des Ruhrgebiets.
Schon bevor King King die Bühne betraten, herrschte im „Dortmunder Wohnzimmer“, wie viele das Musiktheater Piano nennen, beste Stimmung. Über die PA lief „Highway to Hell“ von AC/DC, und das Dortmunder Publikum sang so laut mit, dass man meinen konnte, die Band stünde bereits auf der Bühne. Als King King dann tatsächlich herauskamen, war die Energie sofort da – und sie blieb bis zum letzten Ton.
Was King King live so besonders macht, ist ihre Fähigkeit, musikalische Einflüsse einzubauen, ohne je wie eine Coverband zu wirken. In einem Solo hörte ich plötzlich Pink Floyds „Comfortably Numb“ heraus, an anderer Stelle erinnerte mich ein Riff an Bad Company, später blitzte ein Hauch von Golden Earring auf. Aber alles war perfekt in die eigene Songstruktur integriert – nie kopiert, immer kreativ weitergedacht. Genau diese Mischung macht ihren Sound so vertraut und gleichzeitig so eigenständig und sorgt dafür, dass der Bluesrock-Abend in Dortmund lange im Gedächtnis bleibt.

Frontmann Alan Nimmo ist live eine Wucht. Seine Stimme trägt mühelos durch den Raum, warm, kraftvoll und emotional. Sein Gitarrenspiel ist präzise, gefühlvoll und voller Dynamik – genau der Sound, den man sich für einen Bluesrock-Abend im Ruhrgebiet wünscht. Und seine Ausstrahlung? Einfach ansteckend. Man merkt: Diese Band liebt, was sie tut – und das überträgt sich sofort auf das Publikum im Musiktheater Piano.
Musikalisch ließ die Band nichts anbrennen: Von „More Than I Can Take“, „Let Love In“ und „Strong“ über emotionale Stücke wie „A Long History of Love“ und „You Stopped the Rain“ bis hin zu „Rush Hour“ war alles dabei, was Fans von King King hören wollen. Jeder Song zündete, Durchhänger gab es keine – und mit „When My Winter Comes“ und „Stranger to Love“ setzte die Band im Encore noch einmal ein Ausrufezeichen.
Hinweis :
„Die vollständige Setlist des Abends findet Ihr / im Anhang des Artikels.“
Ich kam ohne große Erwartungen – und ging mit einem breiten Grinsen. King King haben im Musiktheater Piano Dortmund gezeigt, warum sie zu den spannendsten Bluesrock‑Bands Europas gehören: ehrlich, energiegeladen, musikalisch brillant und voller guter Laune. Wer Bluesrock liebt, sollte diese Band unbedingt live erleben, wenn sie wieder ins Ruhrgebiet kommt. Und wer Konzerte in Dortmund sucht, findet im Musiktheater Piano einen der besten Orte dafür – nicht nur für Bluesrock‑Fans.
Die Band spielte ein starkes, abwechslungsreiches Set, das die Fans von Anfang bis Ende mitriss:
More Than I Can Take
Let Love In
Waking Up
Strong
Lose Control
A Long History of Love
Cried Out for Love
Hurricane
Lay With Me
You Stopped the Rain
Rush Hour
I Will Not Fall
Encore:
When My Winter Comes
Stranger to Love
Es gab keinen Durchhänger – jeder Song war ein Treffer und passte perfekt zur intimen Club-Atmosphäre in Dortmund.