Klanglich auf den Punkt: Epica verbinden symphonische Wucht mit feiner Dynamik

Kurz vor 20 Uhr betreten Epica die Bühne. Die niederländische Symphonic-Metal-Band wirkt fokussiert, technisch präzise und liefert zugleich ein visuell eindrucksvolles Spektakel. Großformatige Projektionen mit Videoanimationen und eine gut abgestimmte Lichtshow unterstreichen den epischen Charakter der Musik, ohne dabei aufgesetzt zu wirken. Besonders die neuen Songs des aktuellen Albums „Aspiral“ entfalten live spürbare Energie und bringen den Saal spürbar in Bewegung.
Simone Simons präsentiert sich stimmlich in Bestform und führt souverän durch das Set. Ihre klare, kontrollierte Stimme verankert die komplexen Arrangements,
während ihre Bühnenpräsenz den Stücken emotionale Kontur gibt. Die Band agiert geschlossen: Mit hoher Bewegungsdichte, häufigen Positionswechseln und wechselnder Fokussierung der einzelnen
Mitglieder – allen voran Keyboarder Coen Janssen und Gitarrist/Sänger Mark Jansen – entsteht ein dynamisches Live-Bild, das den dramaturgischen Bogen des Konzerts stützt.
Setlist – Epica
1. Apparition
2. Cross the Divide
3. Martyr of the Free Word
4. Eye of the Storm (Live-Debüt)
5. Unleashed (erstes Verse akustisch)
6. Never Enough (erstmals live seit 2013)
7. Sirens – Of Blood and Water (feat. Charlotte Wessels)
8. Tides of Time
9. The Grand Saga of Existence – A New Age Dawns, Part IX (Live-Debüt)
10. Cry for the Moon
11. Fight to Survive
12. The Last Crusade
13. Beyond the Matrix
Amaranthe rockt das Palladium: Moderne Energie als krönender Abschluss

Als Abschluss des Abends sorgen Amaranthe im Kölner Palladium für einen spürbaren Energieausbruch. Nach Epicas epischer Klangfülle setzen die Schweden auf Direktheit, modernen Sound und eine mitreißende Liveshow. Das Gesangstrio um Elize Ryd, Nils Molin und Mikael Sehlin prägt den Auftritt mit kraftvollen Kontrasten zwischen klaren und rauen Stimmen. Unterstützt von einer spektakulären Licht- und Lasershow entfacht die Band eine ausgelassene Stimmung, die Publikum und Band sichtbar verbindet. Besonders als Queens „We Will Rock You“ in „That Song“ übergeht, wird der Saal zum Chor – ein perfekter Schlusspunkt für einen intensiven Konzertabend.
Setlist – Amaranthe
1. Fearless
2. Viral
3. Digital World
4. Damnation Flame
5. Maximize
6. Strong
7. PvP
8. Crystalline
9. Boom!1
10. The Catalyst
11. Re-Vision
12. Chaos Theory (Live-Debüt)
13. Amaranthine (Piano-Intro)
14. The Nexus
15. Call Out My Name
16. Archangel
17. That Song (mit Snippets von Queen – „We Will Rock You“)
18. Drop Dead Cynical