Andy Robson & Urban Fox begeistern auf der Freilichtbühne Mülheim

Stimmungsvoller Konzertabend mit Andy Robson und Urban Fox auf der Freilichtbühne Mülheim. Foto: Rüdiger Schwenn
Stimmungsvoller Konzertabend mit Andy Robson und Urban Fox auf der Freilichtbühne Mülheim. Foto: Rüdiger Schwenn

Andy Robson & Urban Fox waren diesmal in der Mittwochsreihe der Reglerproduktion auf der Freilichtbühne Mülheim zu erleben – und es war einer dieser Abende, bei denen einfach vieles zusammenpasste. Zahlreiche Besucher hatten es sich auf dem Rasen gemütlich gemacht oder verfolgten das Konzert im Stehen. Die Stimmung war offen und erwartungsvoll, als die Band pünktlich um 20 Uhr in der besonderen Kulisse loslegte.

Zwischen Blues, Balladen und eigenen Kompositionen entwickelte sich schnell ein abwechslungsreicher Spannungsbogen, der nie beliebig wirkte. Andy Robson führte mit sympathischer Lockerheit durch den Abend. Seine Ansagen wirkten ehrlich und verliehen den Songs eine persönliche Note.

 

Was sofort auffiel: Urban Fox spielte nicht einfach nur ein Programm herunter. Die Band nahm sich Raum, fand schnell ihren Rhythmus und zog das Publikum auf der Freilichtbühne Mülheim mit. Bekannte Stücke wurden nicht kopiert, sondern mit eigener Handschrift interpretiert.

Andy Robson & Urban Fox: Neue Dynamik für „One Way Out“ und „Whole Lotta Love“

Jonas Hauer am Keyboard sorgte bei Urban Fox auf der Freilichtbühne Mülheim für präzise Grooves und druckvolle Klangflächen. Foto: Rüdiger Schwenn
Jonas Hauer am Keyboard sorgte bei Urban Fox auf der Freilichtbühne Mülheim für präzise Grooves und druckvolle Klangflächen. Foto: Rüdiger Schwenn

 

So erhielt „One Way Out“ durch das druckvolle Keyboardspiel von Jonas Hauer eine ganz eigene Dynamik, und auch die groovigeren Momente saßen punktgenau. Besonders spannend geriet die Interpretation von „Whole Lotta Love“. Statt das Original einfach nachzuspielen, verlieh Urban Fox dem Klassiker einen groovigen, leicht jazzig angehauchten und beschwingten Charakter, der dem Song eine ganz eigene Note gab.

Für einen weiteren besonderen Moment sorgte Bernd, der im Laufe des Abends spontan auf die Bühne kam und bei einem Song mit seiner Harp mit jammte. Der Gastauftritt fügte sich nahtlos in den lockeren, offenen Charakter des Konzerts ein und unterstrich die lebendige Atmosphäre des Abends.

Überhaupt präsentierte sich Urban Fox musikalisch äußerst geschlossen und gleichzeitig angenehm lebendig. Die Mischung aus eigenen Songs und bekannten Klassikern sorgte während des gesamten Konzerts der Reglerproduktion für Abwechslung.

Zum Abschluss stand mit „Purple Rain“ ein Song auf dem Programm, der immer Vergleiche herausfordert. Doch Andy Robson und Urban Fox gelang eine emotionale Interpretation mit starker stimmlicher Präsenz und genau dem richtigen Maß an Pathos, ohne ins Kitschige abzurutschen.

Unterm Strich blieb ein rundum stimmiger Abend auf der Freilichtbühne Mülheim. Handgemachte Musik, nah am Publikum und ohne Attitüde – und leider viel zu schnell vorbei.

 

Anspieltipp bei Spotify

 

Wer Urban Fox auch abseits der Bühne kennenlernen möchte, sollte in den Song „Be Forgiving“ vom gleichnamigen Album hineinhören. Der Titel zeigt eindrucksvoll die stilistische Bandbreite der Formation und vermittelt einen guten Eindruck von der musikalischen Handschrift der Band.

 

Foto und Bericht: Rüdiger Schwenn

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